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BSG vermittelte Praktikantin im Deutschen Bundestag

21.07.2008 – Das hübsche und fast immer lächelnde Gesicht ist sicherlich so manchem im Berliner Regierungsviertel aufgefallen. Vermutungen nach der Herkunft der jungen Frau wurden aufgrund ihres südländischen Aussehens wahrscheinlich des Öfteren angestellt. Die wenigsten allerdings dürften mit Brasilien als deren Heimatland richtig getippt haben. Camila de Almeida stammt tatsächlich aus dem brasilianischen Brusque, einer 90000 Einwohner-Stadt im Bundesstaat Santa Catarina im Süden des Landes. Sie hat auf Empfehlung der Badisch-Südbrasilianischen Gesellschaft mit Sitz in Karlsdorf-Neuthard Gelegenheit bekommen, ein dreimonatiges Praktikum im Deutschen Bundestag zu absolvieren. Für die junge Frau ging mit dem Aufenthalt in der Spree-Metropole ein Wunschtraum in Erfüllung, zumal sie bereits seit längerer Zeit enge Bindungen zu Deutschland hat. Zuhause studiert sie Wirtschaft und Politik mit internationalem Schwerpunkt, wobei die bilateralen Beziehungen zwischen Brasilien und Deutschland breiten Raum einnehmen. Camila de Almeida verdeutlicht: „In der Region um Brusque und Guabiruba haben sich über Jahrzehnte viele deutsche Einwanderer niedergelassen. Traditionell bestehen enge Kontakte, die nicht zuletzt durch die Badisch-Südbrasilianische Gesellschaft gepflegt und intensiviert werden.“ Im Büro des Bundestagsabgeordneten Olav Gutting erfuhr die Praktikantin viel über die parlamentarischen Abläufe in der bundesdeutschen Demokratie. Auf der Besuchertribüne war sie in erster Linie bei Plenardebatten zur Außen- und Sicherheitspolitik sowie zu wirtschafts- und finanzpolitischen Diskussionen zu finden. Erfahrungen in der politischen Alltagsarbeit wurden ihr bei Sitzungen im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages sowie in den Arbeitsgruppen der Bundestagsfraktionen zuteil. Camila weiter: „Ich konnte so einen ziemlich umfassenden Eindruck von den parlamentarischen Hürden bekommen, die ein Gesetzesentwurf von seiner Einbringung über die Beratung in den zuständigen Ausschüssen bis zur zweiten und dritten Lesung im Plenum zu überwinden hat. Gleichzeitig hatte ich Gelegenheit meine deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern“. Der jungen Frau sieht man an, dass sie den Aufenthalt in Deutschland für ihr berufliches Weiterkommen zu schätzen gelernt hat. Eine lange Tradition hätten die deutsch-brasilianischen Wirtschaftsbeziehungen, mittlerweile sind rund 1.200 aktive deutsche Unternehmen seit mehr als 50 Jahren in Brasilien etabliert. Besonders auf kulturellem Gebiet sieht Camila die Länder aufeinander zugehen. „Deutsche Kultur hat mich schon immer fasziniert. Es ist das zweite Mal, dass ich das Leben in Deutschland erfahren und genießen kann, dieses Mal in der Hauptstadt. Berlin ist voller Geschichte und bietet eine unglaubliche Fülle an kulturhistorisch bedeutsamen Zeitzeugen. Hinzu kommt, dass die Stadt vor allem auch für junge Menschen eine schöne und zugleich aufregende Metropole mit vielen Abwechslungen ist, in der es sich hervorragend leben lässt“. Neben der Großstadt hat es Camila auch die 9.700-Seelen-Gemeinde Karlsdorf-Neuthard angetan. Hier gibt es besonders herzliche Verbindungen mit einigen Familien der Hardtgemeinde. „Ich freue mich schon darauf, das Karlsdorfer Straßenfest im Juli besuchen zu dürfen. Ich war schon letztes Jahr mit meiner Familie dort, wir hatten eine wunderbare Zeit. Dies ist eine gute Gelegenheit unsere deutschen Freunde wieder zu treffen und mit Ihnen zusammen ein paar unbeschwerte Stunden zu verleben. Ich hoffe, dass diese Beziehungen sich weiter entwickeln und auch die nachfolgenden Generationen die Möglichkeit bekommen, ähnlich schöne Erfahrungen wie ich zu machen, lacht die Südamerikanerin.

Im Büro des Bundestagsabgeordneten Olav Gutting absolvierte die Brasilianerin Camila de Almeida ein dreimonatiges Praktikum. Freundschaftliche Bande bestehen mit Familien in Karlsdorf-Neuthard

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